GAIA X: Konkreter Handlungsbedarf

EU: Handlungsbedarf bei GAIA-X
Foto: Alexandre Lallemand on Unsplash

Wenn wir uns den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gewachsen zeigen wollen, müssen wir zwei Chancen nutzen: Digitalisierung und – es klingt fast anachronistisch – Europa. Ob Klimaschutz, Mobilitätswende oder Pandemiebekämpfung:  Der integrierte Markt für fluktuierende erneuerbare Energien, die Nutzung derselben App für das Bike Sharing in Amsterdam, Wroclaw und Malaga, oder der einheitliche Impfpass gelingen nur, wenn eine Vielzahl an Daten aus unterschiedlichen Quellen grenzüberschreitend zusammengeführt und nutzbar gemacht werden kann.

Der europäische Weg: GAIA-X

In den USA entstehen hierfür Monopolplattformen, und in China ein staatlich gelenkter Digitalismus, der vollständig gläserne Bürger produziert. Europa hingegen begibt sich auf die Suche nach dem dritten Weg; einem Weg, bei dem Bürger*innenrechte, der Schutz von Persönlichkeit und Privatsphäre oder Eigentumsrechten auch im digitalen Raum gelten sollen: GAIA-X.

Die Referenz auf die Erdgöttin scheint übertrieben, aber tatsächlich verspricht GAIA-X eine digitale Welt, einen Raum der Möglichkeiten, in dem sich der Datenaustausch frei  nach unseren europäischen Werten und Maßgaben entwickeln kann – über die Definition und Bereitstellung einer einheitlichen (IDS-)Architektur sowie zentraler Dienste und Strukturen, z.B. einem einheitlichen Identitätsmanagement, einem föderierten Trust Management  oder einem in die Datensätze integrierten Management von Nutzungsbedingungen zur Sicherung der Datensouveränität.

Quantensprung für die öffentliche Hand und die Privatwirtschaft

Für unsere Städte und Regionen würde dies einen Quantensprung bedeuten. Nicht nur würde der Datenaustausch zwischen Fachabteilungen, mit kommunalen Unternehmen oder Landes- und Bundesbehörden hierdurch vereinfacht und harmonisiert. Es würde auch eine Vielzahl an verfügbaren Daten für Stadtentwicklung und kommunale Dienste neu erschlossen. Digitale Services wie multimodale Mobilität über nationale Grenzen hinweg könnten dann auf Basis der besten verfügbaren Daten entwickelt und betrieben werden. Öffentliche Hand und Privatwirtschaft gewännen hierdurch beide. Und nicht zuletzt würde so der Grundstein für spannende Start-Ups und Innovationsprojekte gelegt, die potenziell quer durch Europa skalieren könnten.

Nicht Zukunftsmusik, sondern konkreter Handlungsbedarf

GAIA-X wird zurecht als die Zukunft der europäischen Dateninfrastruktur gehandelt. Doch liegt im Wort „Zukunft“ durchaus das Problem. Denn die Lösungen werden bereits hier und jetzt benötigt. Warten die Städte & Regionen, bis alle Details europaweit – in nicht wirklich agilem Prozess – ausgehandelt wurden, verpassen sie möglicherweise das Zeitfenster, um ihre Städte resilient und zukunftsfähig zu machen. Das heißt: Städte & Regionen müssen bereits jetzt im Sinne von GAIA-X handeln. Entsprechend bietet DKSR die erste Open Source Urbane Datenplattform nach DIN SPEC 91357 und ISO/IEC 30141:2018 sowie den integrierten Dataspace Connector, die schon heute einen souveränen Datenaustausch ermöglichen.

Zudem engagiert sich Dr. Alanus von Radecki, der Geschäftsführer von DKSR, als gewähltes Mitglied im Vorstand der deutschen GAIA-X-Domäne Smart Cities und Smart Regions für eine starke Stellung von Städten und Kommunen in der europäischen Datenwelt. Wir brauchen die Digitalisierung im europäischen Kontext.

 

 

 

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